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Beugen Sie Ärger mit den Nachbarn vor!

Ein harmonisches Miteinander in der Nachbarschaft ist der Wunsch jedes Einzelnen. Jedoch kommt es leider immer wieder zu Streitigkeiten, welche oftmals unschöne Formen annehmen können.

Generell gilt in jedem Bundesland ein individuelles Nachbarschaftsgesetz. Die Unterschiede sind aber meist nur gering.

Ein Beispiel: Wenn Äste oder zu groß gewachsene Sträucher auf das Nachbargrundstück reichen, kann sich der Nachbar beschweren, weil das Laub in seinen Garten fällt. Und dann hat der Nachbar mehr Arbeit als sonst. Entweder Sie beschneiden den Baum selber oder überlassen das dem Nachbarn.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Tipps geben, um unnötigen Ärger vorzubeugen:

Die Beseitigung von Ästen und Zweigen, die auf das Nachbargrundstück hinüber reichen, kann gefordert werden, wenn die Nutzung durch z.B. Verschattung beeinträchtigt wird. Das Gleiche gilt auch für Wurzeln, welche z.B. Gehwege unterwandert und angehoben haben.

Falls keine Einigung mit Ihrem Nachbarn gefunden werden konnte, dürfen die Äste und Zweige nach Ablauf einer angemessenen Frist selbstständig oder durch einen Gärtner entfernt werden. Die entstehenden Kosten können eigefordert werden. Der Anspruch verjährt hierbei nicht.

Wenn der Baum durch den Beschnitt jedoch entstellt wird, darf die Beseitigung nach Baumschutzverordnung verweigert werden.

Die Geschichte des Garten- und Landschaftsbaus

Bei Bäumen, Sträuchern und Hecken gilt ein Mindestabstand von 0,5m zur Grundstückgrenze einzuhalten. Gemessen wird dabei bei Bäumen von der Mitte des Stammes und bei Hecken oder Sträuchern vom äußersten Trieb.

Bis zu einem Grundstücksabstand von 2 m darf die Pflanzenhöhe (Hecken sowie Bäume) 2 m nicht überschreiten. Bei größeren Abständen gelten keine Höhenbegrenzungen.

Werden diese Regeln nicht beachtet, darf der Nachbar die Beseitigung oder Stutzung auf die maximale Höhe von 2 m fordern. Allerdings verjährt dieses Recht nach 5 Jahren. Selbst dann, wenn das Grundstück erst nach dieser Frist gekauft worden ist.

Darüber hinaus hat der Nachbar infolge einer fachmännischen Beurteilung Anspruch auf die Entfernung alter Bäume, die auf sein Grundstück stürzen könnten. Bei Nichtbeachtung der Empfehlung haftet der Eigentümer im Fall eines Schadens durch herabfallende Äste oder Umstürzen des Baumes. War die Gefährdung allerdings vorher nicht erkennbar, kann der Nachbar keine Schadensansprüche geltend machen.

Bei Allergien besteht kein Beseitigungsanspruch.

Garten Mehrfamilienhaus

Nach Eintritt der Verjährung kann das Zurückschneiden eines Baumes nur verlangt werden, wenn der Nachbar nicht hinzunehmend beeinträchtigt wird. Muss tagsüber beispielsweise das Licht aufgrund des Schattens angeschaltet werden, ist das eine berechtigte Beeinträchtigung.

Garten Mehrfamilienhaus

Geduldet werden müssen Beeinträchtigungen durch Laub, Kiefernadeln oder Tannenzapfen. Nur in Ausnahmefällen, z.B. angesichts regelmäßiger Dachrinnenverstopfungen, kann Anspruch auf Beseitigung oder Zurückschneiden geltend gemacht werden.

Garten Mehrfamilienhaus

Ragt ein Ast mit Früchten oder Obst ins Nachbargrundstück, ist der Nachbar nicht befugt diesen zu ernten. Ausschließlich Fallobst auf dem eigenen Grundstück darf aufgesammelt werden. Allerdings ist es nicht erlaubt, das Obst vom Ast zu schütteln.

Apfelbaum

Die willkürliche Vermehrung unerwünschter Pflanzen sollte soweit wie möglich vermieden werden. Allerdings stellen durch Samenflug verbreitete ein- oder mehrjährige Pflanzen wie Disteln, Löwenzahn usw. keine Beeinträchtigung dar und es besteht somit kein Unterlassungsanspruch.

Pusteblume

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