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Nachhaltig­keit im Garten- und Landschafts­bau

Keine Verwendung von Tropenhölzern

Nachhaltigkeit Kinder

Besonders für die Anwendung im Außenbereich muss das Holz extrem witterungsbeständig sein. Leider stammt auch heute noch ein sehr großer Teil der verwendeten Hölzer aus den Tropen, häufig aus illegalem Abbau und nicht aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Für die klimatischen Folgen und die Vernichtung vieler Tierarten zahlen wir alle. Dabei gibt es auch unter den heimischen Hölzern geeignete Holzarten, die eine echte Alternative darstellen.

Pflanzen und Steine von regionalen Lieferanten

Sowohl unter ökologischen, als auch unter ökonomischen Gesichts­punkten empfehlen wir grundsätzlich den Einsatz von Gehölzen, Zier­pflanzen und Stauden regionaler Lieferanten bzw. Gewächshäuser, denn kurze Transportwege entlasten Umwelt und Klima, Arbeits- und Ausbildungsplätze bleiben erhalten. Und weil regional gezogene Pflanzen gesund, robust und an das heimische Klima angepasst sind, werden Sie lang und nachhaltig Freude mit diesen Gewächsen haben.

Ebenso verhält es sich bei der Wahl des passenden Naturstein-Lieferanten. Falls Ihnen das Material aus den regionalen Steinbrüchen nicht zusagt, befürworten wir alternativ Natursteine aus dem weitläufigen Bundesgebiet oder den europäischen Nachbarländern. Hier können Sie sicher sein, dass Umweltauflagen und Arbeitsbedingungen im Bereich Abbau und Verarbeitung von Natursteinen gesetzlich geregelt sind. Keine Kinder- und Zwangsarbeit, Arbeitsschutz sowie existenz­sichernde Löhne sind einige Beispiele an sozialen Aspekten, die bei dieser Regelung Berücksichtigung finden. Diese Standards können für Länder wie beispielsweise China, Indien, Brasilien, Südafrika oder Iran (Stand 2012) nicht uneingeschränkt gewährleistet werden.

Graspflanze

Regional gezogen Pflanzen: gesund, robust, angepasst

Naturstein statt künstlicher Baustoffe

Im Gegensatz zu künstlichen Baustoffen (z.B. Betonwerkstein) beschränkt sich der Herstellungsaufwand bei Naturstein lediglich auf das Sägen, was einen äußerst geringen Energieaufwand und somit auch einen geringen CO2-Ausstoß erfordert. Weiterhin wird das für diesen Prozess benötigte Wasser umweltschonend gereinigt und via Umlaufverfahren immer wieder genutzt. Es geht nichts verloren, selbst der Naturstein an sich kann nach langjährigem Einsatz wunderbar recycelt und beispielsweise zu Schotter oder Mauersteinen weiterverarbeitet oder zur Wiederauffüllung von Steinbrüchen verwendet werden.

Die Investitionskosten sind etwas höher als bei künstlichen Belägen, die extrem niedrigen Lebenszykluskosten heben diesen Mehraufwand allerdings mehr als auf. Im Laufe der Jahre entwickelt Naturstein eine natürliche Patina, die den Stein schützt und das optische Erscheinungsbild reizvoll aufwertet. Reinigungs- und Wartungskosten sind daher, wenn überhaupt, nur minimal zu erwarten.

Naturstein

Besonders erschwinglich sind heimische Steinarten wie Sandstein, Muschelkalk oder Travertin. Aus dem europäischen Umland sind Marmor, Granite, Vulkanite oder Kalksteine eine beliebte Wahl.

Pflanzen
Nachhaltigkeit

Alter­nativen zu Tropen­holz

Muss die Liege für unseren Garten denn unbedingt aus Tropenholz sein? Sicherlich nicht.

Ohne den geringsten Verlust an Lebensqualität kann durch den Verzicht auf Tropenholz aktiver Regenwaldschutz betrieben werden.

Tropenholz ist oft preiswerter als qualitativ vergleichbare heimische Arten, weil die Bäume im Regenwald "kostenlos" geplündert werden.

Einheimisches Holz ist teurer, weil in dessen Preis die Kosten für die Pflege der Wälder und die Verwaltung enthalten sind. Dieser Posten fehlt bei Holz aus den tropischen Regenwäldern.

Alternativen zu Tropenholz
Nachhaltigkeit Holzliege

Tropenhölzer mit Zertifikat

Für den Verbraucher ist schwer kontrollierbar, ob jedes Zertifikat auch hält, was es verspricht.

Die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft und diverse Umweltverbände empfehlen derzeit nur ein "zuverlässiges" Zertifikat für Tropenhölzer: das FSC-Siegel.

Alternativen zu Tropenholz

Ersatz für Tropenholz

Zahlreiche einheimische Hölzer können als Ersatz für Tropenholz verwendet werden. Deshalb kann bedenkenlos auf tropische Hölzer verzichtet werden.

  • Gartenstühle und Tische aus heimischer Robinie sind genauso wetterfest wie Gartenmöbel aus Teakholz. Als Alternative zum Tropenholz setzt sich die Robinie (Robinia) mehr und mehr durch. Wie viele Tropenhölzer besitzt das Holz der Robinie eine hohe Dichte (deutlich über der Eiche), hohe natürliche Dauerhaftigkeit (das ist gut für die Verwendung im Garten) und sehr hohe Resistenz gegenüber holzzerstörenden Insekten und Pilzen.
  • Auch der Wohnzimmerschrank aus Teak ist überflüssig. Schwarzer Nussbaum, rötlichgelbe Erle, weißer Ahorn, gemaserte Kirsche und Linde lassen Teak leicht vergessen.
  • Die Fenster eines bayerischen Fachwerkhauses müssen nicht aus Meranti sein. Lärche ist ein gut zum Fensterbau geeignetes einheimisches Holz. Das schwere Eichenholz kann ebenfalls im Außenbereich verwendet werden, es ist witterungsbeständig; für die Rotbuche gilt das nicht.
  • In öffentlichen Gebäuden werden oft pflegeleichte Holzfußböden verlegt. Dazu wird häufig Wenge verwendet, ein hartes und pflegeleichtes Holz aus dem tropischen Afrika, das edel aussieht. Alternativ zu Wenge kann Robinie verwendet werden, die unempfindlich gegen Reinigungsmittel und deswegen auch ideal für Fußböden geeignet ist. Der Preis von Robinienparkett ist vergleichsweise günstig.
  • Im Küstenschutz und Wasserbau wurde und wird Bongossi verwendet, für Uferbefestigungen, Brücken und Stege, Schleusentore oder auch Molenbefestigungen. Der einzige Ersatz für Bongossi im Wasserbau ist die Robinie .

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