Kontakt
Garten­pflege
Naturstein
Terrassen

Baum des Jahres

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen die Bäume des Jahres vor. Diese werden bereits seit 25 Jahren in Zusammenarbeit durch das Kuratorium "Baum des Jahres" und der Dr. Silvius Wodarz Stiftung benannt und gekürt.

Die Bilder für die Artikel Bäume des Jahres werden uns mit freundlicher Genemigung vom Verein e.V./Kuratorium Baum des Jahres zur Verfügung gestellt.

Ziel der jährlichen Benennung ist der Hinweis auf seltene Baumarten oder gefährdete Gehölze sowie die Schönheit und positive Wirkung von Bäumen bewusst zu machen. Der Verein "Baum des Jahres e.V." und die "Baum des Jahres-Stiftung" wollen gemeinsam die Arbeit für den Baum des Jahres sowie für Bäume in Parks, in der Landschaft und im Wald fortsetzen und intensivieren.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
www.baum-des-jahres.de

2017 - Fichte

Baum des Jahres 2017 – Die Gewöhnliche Fichte

Baum des Jahres 2017 - Die Gewöhnliche Fichte

Fotos: A. Roloff
Quelle: www.baum-des-jahres.de

Sie wird auch Gemeine oder uropäische Fichte genannt. Regional, vor allem in Süddeutschland und in den Alpenländern, trägt sie auch den botanisch nicht ganz korrekten Namen Rottanne. Sie ist die einzige in Deutschland natürlich vorkommende Fichtenart. Im folgenden Text wird sie daher der Einfachheit halber schlicht Fichte genannt.

Höchst kontrovers und emotional kann es zugehen, wenn von der Fichte die Rede ist. Für die einen trägt sie den unantastbaren Glorienschein des „Brotbaums der deutschen Forstwirtschaft“. Dagegengehalten wird unter anderem auch mit Sätzen wie: „Willst du den Wald bestimmt vernichten, pflanze nichts als reine Fichten!“. Es geht dabei selbstverständlich nicht um die Fichte an sich. Die ist unschuldig. Aber an ihr entzündet sich immer wieder die Frage, wie naturnah könnten unsere Wälder sein, ohne ihre Wirtschaftlichkeit zu verlieren. Dieser im Grunde schon seit über hundert Jahren ausgetragene Disput wird allerdings zunehmend überlagert von der Frage, wo und vor allem wie lange es angesichts der zunehmenden Klimaveränderung überhaupt noch einen Platz in Deutschland für die Fichte geben wird.

Eigentlich ist die Fichte ein Baum der Taiga. Dort, in dieser eher kalten, sogenannten borealen Vegetationszone liegt ihr natürliches Hauptverbreitungsgebiet. Von Skandinavien über die baltischen Länder bis kurz vor dem Ural prägt sie zusammen mit Birken, Aspen oder Kiefern weite Teile dieser nordischen Waldlandschaft. Folgt man der Sicht einiger Forstwissenschaftler, die die sehr ähnliche, weiter östlich sich anschließende Sibirische Fichte lediglich als eine Unterart der Gewöhnlichen Fichte ansehen, dann reicht ihr Verbreitungsgebiet sogar bis an den Pazifik im Fernen Osten Russlands

Weiter südlich – in der gemäßigten, also wärmeren Vegetationszone – ist das natürliche Vorkommen der Fichte auf die eher kühlen Standorte beschränkt. Nur dort kann sie sich gegen die starke Konkurrenz der in dieser Zone vorherrschenden Laubbäume dauerhaft behaupten. Hier bei uns in Deutschland sind das vor allem die höheren Lagen der süd- und ostdeutschen Mittelgebirge und der Alpen, wo sie zusammen mit Buchen und Weiß-Tannen die Bergwälder prägt. Oberhalb von 1000 m und bis zur Waldgrenze bildet sie oft natürliche Reinbestände. Weiter östlich im kontinentaleren Europa jenseits der Oder kommt die Fichte auch in tieferen Lagen oder gar im Flachland zurecht. Bei uns in Deutschland ist sie nur auf ganz wenigen tief liegenden Standorten, in naßkalten Senken und an Rändern von Hochmooren, zu Hause.

Mit anderen Worten: Es gibt nur wenige Gebiete in Deutschland, in denen die Fichte von Natur aus wirklich heimisch ist. Sie wäre – ohne Zutun des Menschen – eher eine regional sehr begrenzt vorkommende Waldbaumart, die es in den allermeisten Bundesländern gar nicht gäbe. Tatsächlich aber ist sie heute die zahlenmäßig stärkste Baumart in Deutschland. Sie ist in allen Bundesländern anzutreffen. Besonders hoch ist ihr Anteil in Bayern, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Die Winter-Linde strotzt zumeist vor Gesundheit und das Holz ist ein wunderbares Schnittholz, weich und hell. Hauptsächlich findet Lindenholz in der Schnitzerei und Bildhauerei Verwendung. Einmal vollständig getrocknet, arbeitet es kaum noch. Dennoch ist es für den Außenbereich kaum geeignet, da es bei verschiedenen Witterungseinflüssen nicht besonders haltbar ist.

Ergänzende Informationen:

  • Die Fichte ist eine lange bekannte Heilpflanze. Wer heute krank ist, der geht zum Arzt. Die heilende oder lindernde Wirkung der Fichte ist deswegen vielen nicht mehr geläufig. Die Fichte wird in der Küche jedoch gerade wieder entdeckt. Es finden sich im Internet immer mehr Rezepte, in denen die jungen Fichtentriebe zur Geltung kommen. Das liegt an ihrem intensiven Geschmack sowie der Trend seit langem in die Richtung geht, raffiniert zu kochen. Auch unübliche oder unscheinbare Zutaten aus heimischen Wäldern werden entdeckt.
  • Äußerlich hilft die Fichte als Badesalz oder auf andere Weise bei der Linderung von Rheuma, Krampfadern, Ekzemen, Gicht oder Akne. Beim Inhalieren, als Tee oder Sirup kann die Fichte Entzündungen im Hals oder der Rachenraum, Husten, Grippe oder Bronchitis lindern. Mit dem Vitamin C werden die Abwehrkräfte gesteigert. Die Fichte hat eine schweißtreibende Wirkung. Für die innere Einnahme sind vor allem die frischen Maitriebe interessant, die eben im Mai geerntet werden können.
Baum des Jahres 2017 - Die Gewöhnliche Fichte

Bild: G. Mackenthun

Old Tjikko 2008 ging die sensationelle Meldung um die Welt, dass in Schweden eine 9550, in Worten: neuntausendfünfhundertfünfzig Jahre alte Fichte stehe. Dieser nur etwa fünf Meter hohe Baum – liebevoll Old Tjikko genannt - wächst in einer kargen, unwirtlichen Hochebene in der Provinz Darlana. Tatsächlich ist er – auch von den Entdeckern selbst grob geschätzt – nur einige hundert Jahre alt. Im Boden unter dieser Fichte wurden aber mehrere abgestorbene Wurzelholzreste gefunden, von denen das älteste tatsächlich ein messbares Alter von knapp zehntausend Jahren hatte. Doch ob Old Tjikko aus diesem im Boden gefundenen Holz hervorgegangen ist, das ist bislang lediglich eine Annahme der Entdecker und wurde durch nichts – auch nicht durch einen DNA-Test – belegt.Text-Node (Editable)

2016 - Winter-Linde

Baum des Jahres 2016 – Die Winter-Linde

Baum des Jahres 2016 – Die Winter-Linde

Winter-Linde, Foto: A. Roloff
Quelle www.baum-des-jahres.de

Bis zu 1000 Jahre alt kann der für 2016 von Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, ausgerufene „Baum des Jahres“ als werden: Die Winter-Linde, kleine Schwester der Sommer-Linde, ist ein beliebter Waldbaum, der auch häufig als Stadtbaum Verwendung findet. Sie zählt aufgrund ihrer geringen Lichtansprüche zu den Halbschatten-Baumarten. Die Winter-Linde benötigt wenig Wärme, bevorzugt aber nährstoffreiche, kalkhaltige Lehm- oder Sandböden.

Etwas zierlich und weniger starkwüchsig wie die Sommer-Linde, wird wie Winter-Linde etwa 15 - 25 m hoch. Die Krone hat die Form eines mit dem Kopf nach unten stehenden Herzes und die Herbstfärbung der fast kreisrunden, kleinen Blätter ist leuchtend goldgelb. Einer von mehreren Gründen, warum die Winter-Linde viele Gärten und Parkanlagen schmückt.

Beheimatet in ganz Europa (ausgenommen der hohe Norden), erfreut die Winter-Linde besonders Imker und gleichwohl auch Hummeln und Bienen, da sie ihre nach Honig duftenden Blüten erst spät im Juli öffnet. Somit ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für blütensuchende Insekten, wenn andere Pflanzen ihre Blütezeit bereits durchlaufen haben.

Nur Fahrzeugbesitzer, die ihr Auto in unmittelbarer Nähe einer Winter-Linde parken, ärgern sich über den klebrigen Film, der aus den ausgeschiedenen Zuckerwasser-Tropfen von Blattläusen entsteht. Die betroffenen Fahrzeuge lassen sich jedoch schnell und unkompliziert mit Wasser wieder reinigen.

Die Winter-Linde strotzt zumeist vor Gesundheit und das Holz ist ein wunderbares Schnittholz, weich und hell. Hauptsächlich findet Lindenholz in der Schnitzerei und Bildhauerei Verwendung. Einmal vollständig getrocknet, arbeitet es kaum noch. Dennoch ist es für den Außenbereich kaum geeignet, da es bei verschiedenen Witterungseinflüssen nicht besonders haltbar ist.

Die Winter-Linde strotzt zumeist vor Gesundheit und das Holz ist ein wunderbares Schnittholz, weich und hell. Hauptsächlich findet Lindenholz in der Schnitzerei und Bildhauerei Verwendung. Einmal vollständig getrocknet, arbeitet es kaum noch. Dennoch ist es für den Außenbereich kaum geeignet, da es bei verschiedenen Witterungseinflüssen nicht besonders haltbar ist.

Ergänzende Informationen:

  • In der Mythologie hat die Linde größte Bedeutung, steht sie doch symbolisch für die Liebe, Güte, Bescheidenheit und Gastfreundschaft.
  • Und eine weitere Besonderheit: Der Gasthausname „Zur Linde“ ist deutschlandweit über 1000 Mal vertreten und zählt somit zur häufigsten Namenswahl.
  • Auch in der Naturheilkunde spielt die Winter-Linde eine wichtige Rolle: Ein Tee aus Lindenblüten ist krampflösend, schweiß- und wassertreibend und dient zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte.
2015 - Feld-Ahorn

Baum des Jahres 2015 – der Feld-Ahorn

Baum des Jahres 2015 – der Feld-Ahorn

Trauben-Eiche, Foto: A. Roloff
Quelle www.baum-des-jahres.de

Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, kürte für das Jahr 2015 den Feld-Ahorn (Acer campestre) zum „Baum des Jahres“. Der Feld-Ahorn ist der kleine Bruder anderer Ahorn-Arten, wie z.B. des Berg-Ahorns. Er ist oft klein, knorrig und mehrstämmig und wächst zuweilen strauchförmig, so dass er häufig übersehen oder vergessen wird.

Der Feld-Ahorn kann eine Höhe von 15 - 20 Metern und eine Stammdicke von etwa 70 cm erreichen, was ihn als idealer Baum für die Stadt- und Straßenrand-Bepflanzung auszeichnet. Auch seine hohe Toleranz gegenüber städtischen Salzeinträgen und Luftschadstoffen sowie gegenüber Sommerhitze und Trockenheit prädestinieren ihn für die Stadtnatur.

Hervorzuheben ist unbedingt die wunderschöne Blattfärbung im Herbst, die von Goldgelb über Rot bis weit in den November anhält. Die Blätter sind klein, langgestielt und schön gelappt. Auch die Früchte des Feld-Ahorn, die sogenannten Flügelnüsschen, sind klein und unscheinbar, färben sich beim Reifen aber intensiv rot. Etwas auffälliger hingegen sind die Zweige des jungen Feld-Ahorn, da die Rinde hier häufig schöne Korkleisten bildet. Im Alter bildet sich stattdessen eine Schuppenborke.

Eher selten findet man den Feld-Ahorn im Wald, besonders wohl fühlt er sich am Waldrand oder in Hecken-Landschaften zusammen mit verschiedensten Sträuchern. Zudem handelt es sich hierbei um eine Halbschattenbaumart, die nach dem Jugendwachstum ausreichend Licht benötigt.

Der „Baum des Jahres 2015“ gilt als wichtiges Vogelschutzgehölz und bietet einen ebenso wertvollen Lebensraum für Insekten und Pilze. Die Feld-Ahorn-Früchte werden liebend gern von Vögeln gefressen und die Blätter sind ein beliebtes Viehfutter.

Hervorzuheben sei noch, dass diese Baumart ein Höchstalter von immerhin 200 Jahren erreichen kann und sein Holz wegen seines hohen Heizwertes sehr gerne als Brennholz verwendet wird. Es ist hellrötlich, hart und schwer und oft gemasert, so dass es sich wunderbar für die Kunsttischlerei, für Drechslerarbeiten oder Möbelintarsien eignet. Da die Stammstärke aber nicht viel Holz hervorbringt, ist dieses schwer zu bekommen und teuer.

2014 - Trauben-Eiche

Baum des Jahres 2014 – die Trauben-Eiche

Baum des Jahres 2014 – die Trauben-Eiche

Trauben-Eiche, Foto: A. Roloff
Quelle www.baum-des-jahres.de

Seit 1989 ernennt Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, jährlich eine gefährdete oder besonders selten vorkommende Baumart. Ein weiteres Kriterium für die Wahl können aber auch außergwöhnliche Eigenschaften eines Baumes sein. Für das Jahr 2014 wurde die Trauben-Eiche (Quercus petraea) – auch Winter-Eiche genannt – gewählt.

Die Trauben-Eiche gehört aktuell zwar nicht zu den bedrohten Arten, dennoch muss in Mischwäldern darauf geachtet werden, dass andere Bäume die besonders lichtbedürftige Eiche nicht verdrängen. Außer in Spanien, Nordskandinavien und Nordosteuropa findet die Trauben-Eiche ihre Verbreitung in ganz Europa.

Die Trauben-Eiche steht in enger Verwandtschaft zur Stiel-Eiche, die zweite in Deutschland vorkommende Eichenart. Die beiden Baumarten unterscheiden sich vorrangig durch ihre Blätter und durch die Anordnung ihrer Früchte, den Eicheln. Die Stiel-Eiche trägt ihre Früchte, wie der Name schon sagt, an längeren Stielen, bei der Trauben-Eichen hingegen wachsen die Früchte in einer engstehenden, traubenartigen Anordnung.

Das Besondere an Trauben-Eichen ist ihre Robustheit und Langlebigkeit, sie können sogar über 1.000 Jahre alt werden. Fäulnishemmende Stoffe, die sich im Kernholz der Eiche befinden, machen das Holz besonders hart und haltbar, weshalb es gerne für den Möbelbau, für Fenster, Türen, Treppen und Fußböden verwendet wird. In frühen Zeiten wurde Eichenholz aufgrund seiner Robustheit für den Bau von Kriegsschiffen verwendet. Mindestens 1.200 Eichen mussten für den Bau eines Schiffes herhalten.

Einen wertvollen Dienst leistet die Eiche vielen Tierarten. Insekten, Kleintiere, Nagetiere, aber auch Vögel finden ihr Zuhause in dem sog. „Tierheim der Natur“. Auch verschiedene Pilzarten, darunter hochwertige Speisepilze, oder Efeu siedeln sich gerne am Stamm der Eiche an.

Hervorzuheben ist noch, dass die Trauben-Eiche ein Pfahlwurzler ist und mit ihrer steil nach unten wachsenden Hauptwurzel besondere Sturmfestigkeit beweist. Was den Boden anbelangt, ist die Eiche eher anspruchslos, auch Trockenheit und mangelnde Nährstoffe schaden ihr nicht. Nur Licht ist ein unverzichtbarer Faktor, ohne das die Eiche nicht wachsen und gedeihen kann.

Wussten Sie schon?

  • Um im Sommer bei starker Trockenheit die Verdunstungsfläche zu reduzieren, werfen Eichen ganze Zweige mit grünen Blättern ab. Hierbei handelt es sich nicht um eine Krankheit des Baumes, sondern um eine Art Schutzreflex.
  • In der Mythologie steht die Eiche für Beständigkeit, Standfestigkeit, Kraft und Stärke und wird aufgrund dieser Symbolik sehr gerne auf Münzen, Wappen und Urkunden dargestellt.
  • Die gemahlene oder geraspelte Rinde der jungen Trauben-Eiche wirkt auf Wunden blutstillend und infektionshemmend und hilft außerdem bei Hautentzündungen und Ekzemen. Bei Durchfall, Leber- und Milzleiden oder auch Vergiftungen kann die Einnahme der Rinde als Tee förderlich sein.
2013 - Wild-Apfel

Baum des Jahres 2013 – der Wild-Apfel

Baum des Jahres 2013 – der Wild-Apfel

Wild-Apfel, Foto: A. Roloff
Quelle www.baum-des-jahres.de

Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, kürte für das Jahr 2013 den Wild-Apfel (Malus sylvestris), auch „Holzapfel“ genannt, zum „Baum des Jahres“. Der in Deutschland äußerst selten vorkommende Baum gehört zur Familie der Rosengewächse und wird nur bis zu 100 Jahre alt. Weitere Kennzeichen des Wild-Apfels sind eine nicht allzu große Höhe von bis zu 10 m und eine rot- bis graubraune, stark rissige Rinde an einem meist krummen, dünnen Stamm.

Der Wild-Apfel ist ein sehr genügsamer, anspruchsloser Baum. Er gedeiht auch gut auf nährstoffarmen, trockenen Böden. Einzig ausreichend Licht ist die grundlegende Voraussetzung für sein Bestehen. Daher findet man ihn am Waldrand oder in lichten Waldbeständen.

Im Frühjahr beeindruckt der Baum mit einer zuerst rosa leuchtenden und später weißen Blütenpracht, die Schwärme von Bienen und Hummeln anlockt. Die herb schmeckenden, kleinen und harten Früchte des Wild-Apfels eignen sich kaum zum rohen Verzehr, nur gedörrt oder gekocht sind die Äpfel genießbar. Daher dient diese Apfelsorte hauptsächlich der Wildfütterung.

Das Holz ist sehr hart und fest, reißt jedoch leicht und arbeitet stark. Aus diesem Grund bietet es sich kaum zum Möbelbau oder ähnliches an. Drechsler und Kunsttischler verwenden dieses Holz dagegen aufgrund seines gedrehten Wachstums und seinem rötlich-braunen Kerns sehr gerne für Skulpturen. Es ist jedoch äußerst schwierig, aufgrund des sehr seltenen Vorkommens, an einen entsprechenden Holzbestand heranzukommen.

Nebenbei:

  • Der anspruchslose und pflegeleichte Wild-Apfel eignet sich wunderbar als Baum für den eigenen Garten und bietet neben seiner schönen Blüte im April/Mai wegen seiner dichten Zweige einen idealen Sichtschutz.
  • Martin Luther wird gerne mit dem Spruch zitiert: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbäumchen pflanzen“.
2012 - Europäische Lärche

Baum des Jahres 2012 – Die Europä­ische Lärche

Die jährlich im Oktober stattfinde Wahl zum „Baum des Jahres“ fiel für 2012 auf die Europäische Lärche. Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, kürte den in den heimischen Mischwäldern eher selten vorkommenden Nadelbaum.

Eine bemerkenswerte Besonderheit dieser Baumart ist, dass sie im Herbst ihre dann goldgelb gefärbten Nadeln abwirft – eine Einzigartigkeit bei den heimischen Nadelbaumarten. Dadurch bietet uns die europäische Lärche ein wunderschönes Farbenspiel beim Wechsel der Jahreszeiten, denn auch die im Frühjahr nachwachsenden neuen Nadeln beeindrucken durch ein schönes helles Grün.

Der heimatliche Ursprung dieses Baumes liegt sowohl in den Alpen als auch in den Karpaten. Seiner Anpassungsfähigkeit und relativen Toleranz gegenüber den meisten Schadstoffen haben wir es zu verdanken, dass wir ihn heute auch in den Talwäldern finden können. Die Lärche ist aufgrund ihrer Lichtdurchlässigkeit ein sehr geeigneter und beliebter Gartenbaum, erfreut durch die bereits erwähnte jahreszeitliche Nadelfärbung und erscheint im Winter mit einer Krone voller kleiner Zapfen.

Das rötlich gefärbte Holz der Lärche ist äußerst stabil, hart und dauerhaft. Dadurch eignet es sich wunderbar für den Außen- und Innenausbau sowie für den Möbelbau.

Britische Untersuchungen haben ergeben, dass die europäische Lärche mehr als andere Baumarten Luftschadstoffe aufnehmen und beseitigen kann. Ein interessanter Aspekt, der auch bei städtischen Bepflanzungen langfristig sicher Berücksichtigung finden wird.

Zusatzinfo:
Als Badezusatz wird den Lärchennadeln eine entspannende und beruhigende Wirkung nachgesagt. Aufgrund seiner desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkung wird das zu einer Salbe verarbeitete Harz der Lärche gerne bei Erkältungskrankheiten, Rheuma und zur Wundheilung eingesetzt.

2011 - Elsbeere

Baum des Jahres 2011 – Die Elsbeere

Baum des Jahres 2011 – Die Elsbeere

Quelle Bild: Prof. Dr. Roloff

Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, ehrt dieses edle, unbekannte Gewächs mit der Wahl zum Baum des Jahres 2011.

Obwohl die Elsbeere (lat. Sorbus torminalis) nahezu überall in Deutschland wachsen könnte, ist sie für die meisten Menschen bisher unbekannt. Ihre Blätter werden oft mit denen eines Ahornbaumes verwechselt.

Früher wurde die Elsbeere in einer sogenannten „Niederwaldwirtschaft“ speziell für den Brennholzbedarf angepflanzt. Dann wurde sie aber von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Gas verdrängt.

Durch den rötlichen Farbton des Holzes und ihre Widerstandsfähigkeit war die Elsbeere auch als Bau- und Möbelholz sehr gefragt. Die samtweiche Oberfläche des Holzes, die auch als „Seidenholz“ bezeichnet wird, ist sehr elastisch und gut polierbar.

Die sommergrüne Laubbaumart aus der Gattung der Mehlbeeren wird zwischen 15 und 25 m hoch und zeichnet sich durch ihre aschgraue, kleinschuppige Rinde aus, die sie ab dem 30. Lebensjahr erhält.

Im Frühjahr schmückt sie ein Meer aus weißen, wohlduftenden Blüten und im Herbst verfärbt sich ihr Laubgewand von gelb über orange bis hin zu einem leuchtenden roten Farbton.

Zu ihren Standorten gehören wärmere Lagen in Mittel- und Südeuropa mit Vorkommen bis Nordafrika und Kleinasien. Diese hitzebeständige Baumart ist nahezu überall in Deutschland vertreten, ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt aber in Mittel- und Süddeutschland. Kühle und schattige Standorte vermeidet sie.

Schon gewusst?

  • Aus der etwa einen Zentimeter großen, gelb-rötlichen Frucht der Elsbeere lässt sich nicht nur Marmelade herstellen. Die getrockneten Früchte sind zudem eine schöne Abwechslung in jedem Müsli. Einige Speziallisten stellen aus der kostbaren Delikatesse auch Edelbrände, Elsbeerschokolade oder Honig her.
  • Des Weiteren ist die Frucht reich an Vitamin C, weshalb man ihr positive Wirkungen gegen Bauchschmerzen und Durchfall nachsagt.
Baum des Jahres 2011 – Die Elsbeere

Quelle Bild: Norbert Mayer

2010 - Vogelkirsche

Baum des Jahres 2010 - Die Vogel­kirsche
"Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da"

Baum des Jahres 2010 - Die Vogelkirsche

Ein Blütenmeer in sanftem Weiß - im April und Mai steht die Vogelkirsche in voller Blütenpracht

Kennen Sie diese alte Bauernregel? Für den Brauch zum Barbaratag schneidet man am 4. Dezember Zweige von Obstbäumen, klassischerweise von Kirschbäumen, und stellt sie in eine Vase. Blühen die Zweige zu Weihnachten, soll dies Glück im kommenden Jahr bringen. Je nach Brauch gibt es unzählige verschiedene Intentionen und Ausführungen. Auf jeden Fall jedoch bringt der blühende Barbarazweig in der dunklen Jahreszeit Freude und Licht in die Wohnung und gilt somit als möglicher Vorgänger des Weihnachtsbaumes.

Und nicht nur in der Winterzeit erfreut uns die allseits bekannte Baumart mit Ihrem schönen Anblick. Im Frühjahr ein Meer aus weißen Blüten, im Herbst in leuchtend gelb-rotem Laubgewand, beschenkt sie uns im Sommer mit schmackhaften Früchten, welche sich nicht nur bei uns Menschen großer Beliebtheit erfreuen. Die Vorliebe vieler Vogelarten für die dunkelroten Leckerbissen bescherte der wandlungsfähigen Schönheit ihren Namen, korrekt prunus avium.

Intelligentes Multitalent
Nicht umsonst wurde die Vogelkirsche zum Baum des Jahres 2010 gewählt: Die Kirschen sind kein „Geschenk“ an die gefiederten Freunde. Durch sie werden die Keimlinge, welche sich in den Kernen befinden, weitergetragen. So lässt sich auch die weite Verbreitung der Halbschattenbaumart erklären, die sich über große Teile Europas bis nach Vorderasien und Nordafrika erstreckt.

Die Vogelkirsche im (Klima-)Wandel
Da die Vogelkirsche prinzipiell recht widerstandsfähig ist und sowohl Hitze als auch Trockenheit verträgt, wirkt sich der Klimawandel nicht direkt negativ auf ihre Entwicklung aus, allerdings sind indirekte Beeinträchtigungen denkbar. Gerade nach einem kalten Winter wie diesem, mit Schnee und Eis, können zum Beispiel vermehrt Streusalzschäden auftreten. Diese äußern sich ähnlich wie Schäden durch Trockenheit durch braune Blattflecken und vorzeitigem Blattfall auch noch Jahre nach dem Eintreten des Salzes in den Boden. Zudem wird die Vogelkirsche zunehmend durch die gezüchtete Süßkirsche verdrängt. Traumhafte Vogelkirschalleen werden immer seltener.

Also: Schenken Sie der Schönheit dieser Baumart Beachtung, wenn Sie das nächste Mal durch einen feurig-roten Blätter- oder schneeweißen Blütentunnel hindurchfahren.

Baum des Jahres 2010 - Die Vogelkirsche
2009 - Bergahorn

Baum des Jahres 2009 - Der Berg­ahorn

Wir alle kennen diesen Baum. Denn wer von uns hat sich als Kind nicht einmal seine Frucht als „Nashorn“ auf die Nase geklebt? Der Bergahorn dient nicht nur der Freude vieler Kinder, er ist auch eine sehr wertvolle Mischbaumart.

Als sommergrüner Laubbaum, der vor allem das kühl-feuchte Bergklima liebt, und Solitär, der für eine Einzelstellung besonders geeignet ist, ist der Bergahorn in Mitteleuropa die häufigste Ahornart.

Mit seiner abgerundeten Krone aus fünflappigen Blättern dient er der Bodenverbesserung, da das Laub vollständig als Mull verrottet und somit dem Boden wertvolle Nährstoffe zuführt.

Der Bergahorn gehört zu den sommergrünen Laubbäumen, färbt sich im Herbst wunderschön goldgelb und kann über 30 Meter hoch und über 500 Jahre alt werden.

Baum des Jahres 2009 - Der Bergahorn

Beeindruckendes Laubkleid: im Sommer grün, im Herbst färbt es sich goldgelb.

Natürlich gilt, wie fast allen Pflanzen und Bäumen, dem Bergahorn auch eine alte Legende: Eine aus Ahornholz gefertigte Türschwelle soll vor bösen Geistern schützen.

Aufgrund der Holzqualität des Stammes und seiner schönen hellen Farbe gehört er zu den Edellaubhölzern und findet somit auf vielerlei Art Verwendung in der Zimmerei und ist zudem sehr gut geeignet für den Bau von Musikinstrumenten. Ein Nachteil bei der Verarbeitung ist jedoch die geringe Witterungsbeständigkeit.

Schon gewusst?

  • Früher wurde der Saft einiger Arten zur Zuckergewinnung genutzt.
  • Das Laub kann als Schaf- und Ziegenfutter und als Streu verwendet werden.
  • Der Bergahorn ist empfindlich gegen Streusalz.

Unser Tipp für Autofahrer:

Parken Sie nicht unter Ahornbäumen! Blattläuse versprühen den klebrigen Zuckersaft und er legt sich als Film auf Ihren Pkw.

2008 - Walnuss

Baum des Jahres 2008 - Der Walnuss­baum

Baum des Jahres 2008 - Der Walnussbaum

Zu Recht hat sich die Walnuss den Titel als Baum des Jahres 2008 verdient, denn sie hat Einiges zu bieten.

Das Holz des Walnussbaumes gilt als eines der edelsten überhaupt und wird vielfältig eingesetzt. Es findet unter anderem bei der Herstellung für hochwertige Möbel oder im Musikinstrumentenbau Verwendung.

Jeder kennt wohl die beliebten Nüsse dieses Baumes. Sie besitzen einen sehr hohen Nährwert und sind gerade in der Weihnachtszeit gar nicht mehr wegzudenken.

Die gesunden Omega-3-Fettsäuren, die vermehrt in der Walnuss enthalten sind, sind besonders wichtig für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem.

Der Walnussbaum ist ein recht karger Baum. Er trägt nur 5 Monate im Jahr sein Laub. Das birgt aber durchaus Vorteile. Im Frühling und im Herbst werden die milden Sonnenstrahlen durchgelassen und nicht durch Blätter geblockt. In den heißen Sommermonaten hingegen spendet der Walnussbaum Schatten.

Der Standort sollte möglichst sonnig sein, da der Walnussbaum sehr lichtbedürftig ist. Er kann eine Höhe von bis zu 30 m erreichen und hat eine kugelförmige Krone.

Die Rinde ist silberfarben und der Baum weist einen knorrigen Wuchs auf.

Aufgrund mangelnder Nachpflanzung ist der Bestand dieses Baumes leider in den letzten Jahren immer mehr zurückgegangen.

Baum des Jahres 2008 - Der Walnussbaum

HINWEIS: Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die ieQ-systems GmbH & Co. KG