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Blume des Jahres

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen die Blumen des Jahres vor

Die Bilder für die jeweiligen Artikel "Blume des Jahres" werden uns mit freundlicher Genemigung der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zur Verfügung gestellt.

Die jährliche Wahl der Blume des Jahres soll die "Menschen immer wieder über den ökologischen Wert der Pflanzenwelt und über die Notwendigkeit des Schutzes aller bedrohten Arten informieren." (Loki Schmidt)

2017 - Klatschmohn

Blume des Jahres 2017 - Der Klatschmohn

Blume des Jahres 2017 - Der Klatschmohn

Quelle Bilder: A. Jahn, Stiftung Loki Schmidt

Im Beisein der Bundesumweltministerin Frau Dr. Barbara Hendricks wurde am 31.10.2016 der Klatschmohn zur Blume des Jahres 2017 ernannt. Die Loki Schmidt Stiftung möchte damit auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam machen und sich für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen.

Sobald seine Farbakzente die Landschaften schmücken, beginnt die warme und helle Jahreszeit. Die zwischen Getreidehalmen schimmernden, strahlend roten Blüten des Klatschmohns scheinen uns ein äußerst vertrauter Sommerbegleiter zu sein. Tatsächlich sind seine zarten Blüten auf Äckern gar nicht mehr so häufig zu sehen. Denn zusammen mit vielen anderen Ackerwildpflanzen verschwindet der Klatschmohn allmählich aus seinem Lebensraum – der flächenmäßig zu den wichtigsten Ökosystemen in Deutschland zählt. In den heutzutage sehr intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden, weil sie sich im Laufe der Geschichte an die Landnutzungspraktiken angepasst haben. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten viele Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, so Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung. Dabei müssen nur 20 Arten als echte Problempflanzen angesehen werden – sie erschweren die Ernte, mischen sich in das Saatgut und enthalten sogar giftige Stoffe.

Die Wildpflanzen unserer Äcker bereichern unsere Kulturlandschaft nicht nur ästhetisch. Durch den Rückgang der Vielfalt im Ackerland sind vor allem auch Bestäuber wie beispielsweise Schmetterlinge und Bienen sehr stark bedroht. Andere Insekten und Spinnen, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und als Refugien nutzen, sind ebenfalls betroffen. Viele dieser Tierarten halten landwirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse in Schach. Die Verarmung der Ackerlebensgemeinschaft ist also auch für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem. Der beliebte Klatschmohn steht in diesem Jahr für viele andere bedrohte Ackerwildpflanzen und damit stellvertretend für den Verlust der bunten Vielfalt im Landbau.

Während hoch spezialisierte Ackerwildkräuter wie zum Beispiel die Kornrade (Blume des Jahres 2003) aktuell fast ausgestorben sind, ist der bundesweit noch ungefährdete Klatschmohn ein Überlebenskünstler. Denn er stellt nur wenige Ansprüche an seine Umgebung. Wohl fühlt er sich an hellen, frischen und eher stickstoffreichen Standorten. Diese boten ihm einst unsere Getreideäcker. Doch obwohl der Klatschmohn dort einen starken Rückgang erlitten hat, überlebt er mittlerweile überwiegend auf Ausweichflächen wie zum Beispiel Brachen und Schuttplätzen. Auch in Gärten ist er häufig zu finden.

2016 - Wiesenschlüsselblume

Blume des Jahres 2016 - Die Wiesenschlüsselblume

Als Blume des Jahres 2016 wurde von der Loki Schmidt-Stiftung am 21.10.2015 die Wiesenschlüsselblume ernannt. Die Wiesenschlüsselblume (lateinisch „Primular veris“ – entspricht in etwa der Bedeutung „Die Erste im Frühling“) ist leuchtend gelb und kündigt mit ihrer fröhlichen Farbe den Frühling an. Ihre Blütezeit ist zwischen März und Mai und sie erinnert mit ihren eng beieinanderstehenden Blüten an einen Schlüsselbund.

Die Wiesenschlüsselblume ist eine beliebte Futterpflanze für verschiedene Schmetterlingsraupen oder auch eine Nektarquelle für Hummeln und wird auch heute noch als Heilpflanze für Bronchitis-Erkrankungen genutzt.

Da die echte Schlüsselblume oft mit anderen Primelarten verwechselt wird, mag man kaum glauben, dass sie mittlerweile zu den gefährdeten Blumenarten zählt. Sie benötigt viel Sonne, mag trockene, ungedüngte Wiesen und kalkhaltige Böden. Und hier liegt das Problem: Starke Düngung und die Erschließung von Ackerland rauben der Wiesenschlüsselblume den notwendigen Lebensraum. Daher fordert die Loki Schmidt-Stiftung den Erhalt der wenig verbliebenen ungedüngten Wiesen auf trockenen Böden.

Wie in jedem Jahr, wird am 21. Oktober (Todestag von Loki Schmidt, Naturschützerin und Ehefrau des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt) die „Blume des Jahres“ von der Loki Schmidt-Stiftung in Hamburg ernannt, um auf besonders gefährdete Pflanzenarten aufmerksam zu machen.

Aufgrund ihrer Seltenheit ist es verboten, die mehrjährige, bis zu 20 cm hochwachsende Blume in der freien Natur auszugraben, um sie beispielsweise im eigenen Garten einzupflanzen oder sie zu pflücken. Über die Loki Schmidt-Stiftung haben Sie die Möglichkeit, kostenlose Samenpostkarten der Wiesenschlüsselblume anzufordern. Der Herbst bietet sich zur Aussaat ideal an.

Blume des Jahres 2016 - Die Wiesenschlüsselblume

Foto H. Timmann, Stiftung Loki Schmidt

2015 - Teufelsabbiss

Blume des Jahres 2015
Der gewöhnliche Teufels­abbiss

Blume des Jahres 2015 – Der Teufelsabbiss

Benannt nach seiner markanten Wurzel, die im Herbst von unten abstirbt und die der Sage nach vom Teufel aus Zorn über die Heilkraft der Pflanze abgebissen wurde, ist der gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis; früher: Scabiosa succisa L.) zur „Blume des Jahres 2015“ gewählt worden.

Wie in jedem Jahr wird die „Blume des Jahres“ von der Loki Schmidt Stiftung in Hamburg ernannt, um auf besonders gefährdete Pflanzenarten aufmerksam zu machen.

Der Teufelsabbiss hat kugelige violette, hellblaue und manchmal auch rosa Blüten auf kahlen, langen Stängeln und erfreut uns ab Juli bis weit in den Spätsommer hinein. Er erreicht eine Höhe von 20 bis 100 cm und steht mit 50 bis 80 Einzelblüten in kleinen, kugeligen Körbchen zusammen.

Man findet ihn europaweit in feuchten und mäßig warmen Gebieten, wie Feuchtwiesen, Moor- und Heidegebieten sowie Uferzonen. In Deutschland findet man größere Bestände nur noch im südlichen Teil, wie in den Alpen, im Schwarz- oder Odenwald.

Bienen, Falter und andere Insekten kümmern sich um die Bestäubung, wobei die Pflanze gleichzeitig auch als Nahrung für viele Insektenarten dient.

Leider verschwindet der gewöhnliche Teufelsabbiss immer mehr aus unseren mageren, feuchten und baumfreien Landschaften. Feuchte Wiesen werden entwässert, gedüngt oder zu Bau- und Ackerland umgewandelt. Nur eine zurückhaltende Bewirtschaftung ohne Düngung und Flächennutzung der letzten übrig gebliebenen Gebiete kann den Erhalt des Teufelsabbiss bewirken.

Ergänzende Informationen:

Der gewöhnliche Teufelsabbiss ist eine hervorragende Heil- und Arzneipflanze:

  • Als Tee aufgegossen: zur Blutreinigung, Entwässerung, zum Abhusten
  • Äußerlich angewendet: bei Quetschungen, Geschwüren und chronischen Hautleiden
Blume des Jahres 2015 – Der Teufelsabbiss

Quelle: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

2014 - Schwanenblume

Blume des Jahres 2013 – Das Leber­blümchen

Blume des Jahres 2014 – Die Schwanenblume

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

Zur Blume des Jahres 2014 wurde die Schwanenblume (Butomus umbellatus) von der Loki Schmidt Stiftung in Hamburg ernannt. Die von der Ehefrau des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt in 1980 gegründete Naturschutz-Stiftung lenkt mit der jährlichen Wahl der „Blume des Jahres“ die Aufmerksamkeit auf den besonderen Schutz gefährdete Blumenarten.

Die Schwanenblume, in manchen Gebieten u.a. auch Storchenblume, Wasserliesch oder Wasserviole genannt, ist eine Sumpf- und Wasserpflanze, die eine Höhe von bis zu 150 cm erreichen kann. Man erkennt sie an ihren schönen bis zu 30 rosa oder weißen Einzelblüten, die auf unterschiedlich langen (5 – 10 cm) dünnen Blütenstielen stehen. Aufgrund ihres farbigen Blütenpracht und ihrem nach Honig riechenden Nektars werden zahlreiche Insekten, wie Bienen, Hummeln oder auch Fliegen, als Bestäuber angelockt. Die Samen werden über den Wind ausgebreitet und finden so über das Wasser treibend neue Ansiedlungsorte. Ihre Blütezeit hat die Schwanenblume von Juni bis August, wobei sich die einzelnen Blüten nacheinander öffnen.

Man findet die Schwanenblume an den Ufern stehender bis langsam fließender Gewässer, da sie nährstoffreiche, sandig-lehmige Schlammböden für ihr Gedeihen benötigt. Sie verträgt stark wechselnde Wasserstände und ist wärmeliebend.

Da zur Eindämmung von Hochwasser immer mehr Flüsse eingedeicht und Auen entwässert werden, ist die Ansiedlung der Schwanenblume bedroht. Auch die Landwirtschaft bedroht den Lebensraum der attraktiven Pflanze durch intensive Düngungen landwirtschaftlicher Flächen, häufige Mäharbeiten an Gräben oder Kanälen oder auch durch Ersatz der Gewässer durch unterirdische Drainagen. Nur an großen Flüssen, wie Oder, Rhein und Elbe sind noch reiche Bestände zu finden.

Zusatzinformationen:

  • Früher wurden Sprossen und Samen der Schwanenblume als Heilpflanze zur Bekämpfung von Wassersucht eingenommen. Äußerlich angewandt wurde ihr eine auflösende, erweichende und kühlende Wirkung zugeschrieben.
  • Ähnlich wie Binsen oder Weiden, wurden seinerzeit die Stängel der Schwanenblume zum Flechten von Körben verwendet.
  • Als pflegeleichte Staude lässt sich die Schwanenblume wunderbar als Zierpflanze in privaten Gärten kultivieren. Sie eignet sich hervorragend für Miniteiche oder für die Flachwasserzonen von Gartenteichen.
Blume des Jahres 2014 – Die Schwanenblume

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

Blume des Jahres 2014 – Die Schwanenblume
2013 - Leberblümchen

Blume des Jahres 2013 – Das Leber­blümchen

Blume des Jahres 2013 – Das Leberblümchen

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

Loki Schmidt, verstorbene Ehefrau des Altkanzlers Helmut Schmidt, gründete 1980 eine Naturschutz-Stiftung, welche durch eine jährliche Wahl jeweils auf eine besonders gefährdete Blumenart hinweist. Damit soll die Aufmerksamkeit auf den besonderen Schutz dieser bedrohten Gewächse gelenkt werden. Zur „Blume des Jahres 2013“ wurde das Leberblümchen (Hepatica nobilis) gekürt.

Das zierliche Pflänzchen mit seinen blaulila Blütenblättern und einem Kreis aus weißen Staubblättern ist ein echter Frühlingsbote. Mit einer Wuchshöhe von fünf bis fünfzehn Zentimetern findet man das Leberblümchen vorrangig in alten Buchen- und Laubmischwäldern mit einem kalk- und humusreichen Boden. Seine Blütezeit ist von März bis Mitte April, danach nimmt das immer dichter werdende Blattwerk der umliegenden Bäume das notwendige Licht.

Die Verbreitung des Leberblümchens erfolgt äußerst langsam, da die behaarten Samen nur durch Ameisen verteilt werden. Dennoch handelt es sich bei dieser filigranen Blumenart um einen robusten Artgenossen, der problemlos überwintern kann und über mehrere Jahrzehnte hinweg jedes Frühjahr erneut zum Vorschein kommt.

Aufgrund des hohen Anspruchs an einen nährstoffreichen Boden und dem Rückgang alter, ungestörter Mischwälder ist das Leberblümchen mittlerweile so selten geworden, dass es vielerorts bereits auf der roten Liste gefährdeter Arten geführt wird. Daher ist es auch verboten, die Pflanze zu pflücken oder für den Einbau in den eigenen Garten auszugraben.

Nebenbei:

  • Die in drei Lappen aufgeteilte Blattform erinnert an die Umrisse der menschlichen Leber. Aus diesem Grund hat das Leberblümchen seinen Namen. Weitere Bezeichnungen sind auch „Vorwitzchen“ (aufgrund der frühen Blütezeit), „Blaublume“ (wegen seiner sternförmigen, blauen Blüten) oder „Dochder vor de Moder“ (Tochter vor der Mutter - weil die Blüte vor den Blättern erscheint).
  • Im Mittelalter wurde das Leberblümchen aufgrund seiner Blattform als Heilpflanze bei Leber- und Gallenerkrankungen angewendet. Heute wird es nur noch in homöopathischen Dosen bei Lebererkrankungen oder Bronchitis eingesetzt.
  • Das Leberblümchen ist minimal giftig und führt bei Hautkontakt unter Umständen zu Juckreiz und leichten Rötungen.
Blume des Jahres 2013 – Das Leberblümchen
2012 - Heidenelke

Blume des Jahres 2012 - Die Heide­nelke

Blume des Jahres 2012 - Die Heidenelke

Die von der im vergangenen Jahr verstorbenen Ehefrau des Altkanzlers Helmut Schmidt, Loki Schmidt, in 1980 gegründete Naturschutz-Stiftung kürte im Oktober als „Blume des Jahres 2012“ die Heidenelke (Dianthus deltoides). Sie führt somit die Idee Loki Schmidts weiter, durch die jährliche Wahl auf gefährdete Blumenarten hinzuweisen und die Aufmerksamkeit auf den besonderen Schutz der bedrohten Gewächse zu lenken.

Die recht pflegeleichte Heidenelke ist frosthart und benötigt weder Dünger noch Bewässerung. Der Standort sollte jedoch sonnig und der Boden kalkarm, sandig und schwachsauer sein. Sie gedeiht besonders gut auf sandigen Böschungen, trockenen Wiesen, an Wegrändern, in Steingärten, Töpfen und Mauerritzen und eignet sich wunderbar für sonnige, naturnahe Gärten.

Ihre Blütezeit ist von Juni bis September, mit einer Wuchshöhe von 10 bis 40 cm. Das lila bis purpurrot blühende Nelkengewächs verträgt in den ersten zwei Jahren nach ihrer Aussaat einen kräftigen Rückschnitt, da der Blütenstand dann noch recht spärlich ausfällt. Danach jedoch bildet die Heidenelke bei ausreichendem Platz einen sehr schönen, reichhaltigen Blütenstand.

Nur Fahrzeugbesitzer, die ihr Auto in unmittelbarer Nähe einer Winter-Linde parken, ärgern sich über den klebrigen Film, der aus den ausgeschiedenen Zuckerwasser-Tropfen von Blattläusen entsteht. Die betroffenen Fahrzeuge lassen sich jedoch schnell und unkompliziert mit Wasser wieder reinigen.

Der bundesweite Rückgang der vielerorts wildwachsenden Pflanze liegt in der wirtschaftlichen Nutzung ihres natürlichen Lebensraums begründet. So werden Wiesen und Sandtrockenrasen beispielweise in Acker oder Bauland umgewandelt, Wegränder und Freiflächen umgestaltet. Konkurrenzstarke Pflanzenarten, die sich durch den Einsatz von Dünger in das Umfeld der Heidenelke ansiedeln, verdrängen diese zusehends.

Zusatzinfos:

  • Früher wurde die Heidenelke bei Fieber und als Brechmittel bei Magenverstimmungen eingesetzt.
  • Aufgrund der sehr schmalen Kelchröhre von ca. zwei Millimetern gelingt es nur bestimmten Schmetterlingsarten mit sehr schmalem, langem Rüssel zur Bestäubung an den Fruchtknoten der Heidenelke zu gelangen.
Blume des Jahres 2012 - Die Heidenelke

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

2011 - Moorlilie

Blume des Jahres 2011 – Die Moor­lilie

Blume des Jahres 2011 – Die Moorlilie

Quelle Bilder: Loki Schmidt Stiftung Naturschutz Hamburg

Durch die Entwässerung der Moore wird die Lebensgrundlage vieler Pflanzen und Tiere zerstört. So auch die der Moorlilie.

Am Todestag von Loki Schmidt, der Gründerin der Loki Schmidt Stiftung zum Schutz von gefährdeten Pflanzen, wurde die Moorlilie zur Pflanze des Jahres 2011 gewählt.

Mit dieser Wahl möchte die Stiftung auf den Schutz des bedrohten Lebensraumes Moor aufmerksam machen. Über Tausende von Jahren hinweg haben sich im Torfboden große Mengen an Kohlenstoff angesammelt.

Wenn die Moorgebiete nun entwässert und bewirtschaftet werden, gelangt der Kohlenstoff als Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre und schädigt das Klima. Der Schutz von Moorgebieten bedeutet also zugleich auch den Schutz unseres Klimas.

Die zwischen 10 und 30 cm große, krautige Moorlilie (lat. Narthecium ossifragum), auch besser bekannt unter dem Namen Beinbrech oder Ährenlilie, ist nicht mehr sehr weit verbreitet und steht deshalb auf der roten Liste der gefährdeter Arten.

Der Beinbrech wächst auf sauren, torfigen Moorböden und benötigt niederschlagreiches, mildes Klima. Verbreitet ist die Pflanze in atlantischen Klimaregionen des nördlichen Mitteleuropas und besiedelt unter anderem die nordwest-deutsche Heideflora. Unter guten Bedingungen besiedelt sie außerdem die Mittelgebirge und Moorregionen östlich des Rheins.

Man erkennt die Moorlilie an ihren goldgelben Blütentrauben, die sich aus einer Gruppe grüner, etwa fünf bis acht cm langer Blätter erheben und sich aus bis zu 25 Einzelblüten zusammensetzen. Ihre Blütezeit reicht von Juli bis August.

Schon gewusst?

  • Der Name Beinbrech wurde ihr verliehen, weil die Pflanze früher für Knochenbrüche beim Weidevieh verantwortlich gemacht wurde.
  • Der Konsum von Beinbrech verursacht bei Schafen außerdem eine Krankheit, die zu Schwellungen und Hautwunden führt. In Norwegen wird diese Krankheit als „Alvelden“ bezeichnet.
Blume des Jahres 2011 – Die Moorlilie

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

2010 - Sibirische Schwertlilie

Blume des Jahres 2010 - Sibirische Schwertlilie

Lineare Anmut in bezaubernder Farbenpracht

Blume des Jahres 2010 – Die Sibirische Schwertlilie

Ihr Name ist aufgrund ihres vielfarbigen Blütenspektrums an die Regenbogengöttin Iris angelehnt.

Anmutig und imposant erhebt sich ein violettblauer schmetterlingsähnlicher Blütenkopf aus dem hochgewachsenen, feuchten Gras… ein Anblick, der heute längst nicht selbstverständlich und Vielen nur aus dem heimischen Garten bekannt ist.

Mit der Sibirischen Schwertlilie wurde eine Pflanze zur Blume des Jahres 2010 ernannt, welche nicht nur aufgrund ihrer grazilen Eleganz besondere Aufmerksamkeit verdient. Das prachtvolle Staudengewächs kommt durch Trockenlegungen und veränderte Bewirtschaftung bei uns in Deutschland nur noch sehr selten in freier Natur vor. Als dekorative Beetpflanze, beispielsweise an Teichen, erfreut sie sich hingegen großer Beliebtheit. Die Gründe hierfür sind einfach: Die Iris Sibirica ist nicht nur hübsch anzusehen, sie ist auch anspruchslos und äußerst pflegeleicht.

Bezeichnend für die zart wirkende Pflanze ist der bis zu 1 m hohe, runde und innen hohle Stängel. Dieser trägt eine bis drei blauviolette Blüten mit filigranen, mit sogenannten Saftmalen durchzogenen, Blütenblättern. Diese Adern verfolgen einen konkreten Zweck: An ihnen entlang werden Insekten direkt zum Nektar geführt, während sie gleichzeitig die Pflanze bestäuben.

Schon gewusst?

  • Aus den Wurzeln der Sibirischen Schwertlilie lassen sich ätherische Öle gewinnen.
  • Frisch riechen die Blüten nicht sehr gut, im getrockneten Zustand jedoch duften sie nach Veilchen.
Blume des Jahres 2010 – Die Sibirische Schwertlilie

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

2009 - Wegwarte

Blume des Jahres 2009 - Die Wegwarte
Blaue Blume der Romantik

Blume des Jahres 2009 - Die Wegwarte

Die Legende
"Es war einmal ein wunderschönes junges Burgfräulein, welches einen tapferen Ritter liebte. Dieser jedoch musste sein Land verlassen, um es im Krieg zu verteidigen.

Seine unglückliche Geliebte wartete Jahr um Jahr vergeblich auf ihn. Jeden Morgen stand sie mitsamt ihrer Hofdamen am Straßenrand vor dem Stadttor und suchte sehnsüchtig den Horizont nach ihrem Ritter ab und gab die Hoffnung nicht auf, ihn doch eines schönen Tages wieder in ihre Arme schließen zu können.

Er verwandelte das Burgfräulein in eine wunderschöne zarte weiß-schimmernde Blüte, ihre Hofdamen wurden zu zahlreichen hellblauen Blüten: Die Blüten der Wegwarte, die seither Tag und Nacht am Wegesrand stehen und hoffnungsvoll auf die Rückkehr des geliebten Ritters warten."

Diese Geschichte um die in gemäßigten Zonen praktisch weltweit vorkommende, ähnlich dem Löwenzahn, milchsafttragende Pflanze, mag zwar nur eine Legende sein, jedoch bescherte sie der Wegwarte ihren Namen und spiegelt zudem zahlreiche Eigenschaften der schönen Wegbegleiterin wieder.

Entsprechend der Legende, in welcher das Burgfräulein samt Hofdamen jeden Morgen vor dem Stadttor stehen und dort am „Weg warten“, öffnen sich die Blüten der Wegwarte. Die Wegwarte ist sehr anspruchslos und somit tatsächlich vorzugsweise an Straßenrändern zu finden. Allmorgendlich folgen ihre Blüten der Sonne und schließen sich zur Mittags- oder Nachmittagszeit wieder, was der Wegwarte im Volksmund auch die Namen Sonnenwende, Sonnenwirbel und Sonnenbraut einbrachte.

Schon gewusst?

  • Die Wegwarte ist die wilde Verwandte des Chicorée-Salates.
  • Die Wurzel der Kaffezichorie wurde geröstet als Kaffeeersatz verwendet.
Blume des Jahres 2009 - Die Wegwarte

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

Vielseitiger Blickfang: die Wegwarte schmückt nicht nur den Wegesrand, sie ist auch nützlich

2008 - Nickende Distel

Blume des Jahres 2008 – Die Nickende Distel

Blume des Jahres 2008 – Die Nickende Distel

Eher ungewöhnlich erscheint es, dass die Nickende Distel als „Blume des Jahres 2008“ ernannt wurde, denn sie gilt eigentlich als Unkraut.

Die krautige, zweijährige Pflanze wächst an warmen verwilderten Standorten, bevorzugt in stickstoff- oder kalkhaltigem Boden. Dadurch, dass diese freien, verwilderten Flächen aber immer seltener werden, zählt die Nickende Distel mittlerweile zu den bedrohten Pflanzenarten. Mit dem Titel der „Blume des Jahres 2008“ soll auf diesen Umstand aufmerksam gemacht werden.

Die Nickende Distel ist eine besonders schöne Distelart. In ihrem ersten Jahr trägt sie eine Blattrosette mit Dornspitzen. Im zweiten Jahr entwickelt sie ihre purpurfarbene Blüte. Sie zählt zu den Korbblütlern. Ihre Blüte besteht aus bis zu 100 Einzelblüten.

Auch für die Tierwelt ist die Nickende Distel bedeutend. Sie ist ein Futterlieferant für viele Körnerfresser und lockt im Sommer besonders viele Insekten wie z.B. Schmetterlinge an.

Zusätzlich strömt die historisch dörfliche Pflanze einen leicht süßlichen, moschusähnlichen Duft aus.

Blume des Jahres 2008 – Die Nickende Distel

Quelle Bilder: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt

Die "nickende Distel" kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
www.loki-schmidt-stiftung.de

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